Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Wolfgang – Ein Leben voller Tatkraft, Mut und unerschütterlichem Willen
Jede Lebensgeschichte ist einzigartig. Diese erzählt von einem Menschen, der mit Fleiß, Bodenständigkeit und Ausdauer seinen eigenen Weg gefunden hat.
Wolfgang wurde in Göttingen geboren. Sein Vater fiel im Krieg, als Wolfgang erst drei Jahre alt war. Er wuchs als Halbwaise auf – in einer Zeit, in der Geld knapp war und man früh lernen musste, selbst mit anzupacken.
Schon als junger Mensch verdiente er sich sein Geld mit allem, was sich anbot: Metall, Eisen, Kohle oder die Arbeit auf den Zuckerrübenfeldern. Es wurde gehandelt, geschachert und gearbeitet. Für Wolfgang gehörte das einfach zum Leben. Er war jemand, der Chancen erkannte und das Beste aus ihnen machte.
Seine Ausbildung zum Zimmermann absolvierte er in Göttingen. Als ihn ein Bekannter nach Hamburg rief und sagte: „Komm nach Hamburg, hier kannst du Geld verdienen.“, ließ er sich auf das Abenteuer ein. Für ihn war Hamburg die große Welt – voller Möglichkeiten und neuer Erfahrungen.
Die ersten Jahre waren geprägt von harter Arbeit. Wolfgang sammelte Altmetall, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und schlug sich mit dem durch, was sich gerade anbot. Schritt für Schritt baute er sich ein neues Leben auf – mit Fleiß, Ausdauer und der Überzeugung, dass sich ehrliche Arbeit lohnt.
Bis heute begleitet ihn sein Strohhut. Er ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil seines Alltags geworden und erinnert an die vielen Stunden, die Wolfgang draußen gearbeitet und angepackt hat.
Wer Wolfgang begegnet, trifft auf einen Menschen, der nie viele Worte gemacht hat. Lieber ließ er seine Taten sprechen. Bodenständig, bescheiden und immer bereit, anzupacken – so hat er sein Leben gestaltet und seinen eigenen Weg gefunden.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Azubis übernehmen das Ruder
Was passiert eigentlich, wenn Auszubildende für einen Tag die Verantwortung auf einem Wohnbereich übernehmen? Genau das haben unsere Nachwuchskräfte Ende Mai im Wohnbereich 1, Haus 2, ausprobiert.
An zwei Tagen hieß es für unsere Auszubildenden: planen, organisieren, abstimmen und Entscheidungen treffen. Im Früh- und Spätdienst übernahmen sie die Gestaltung des Dienstablaufs und konnten ganz praktisch erleben, wie viel mehr zum Pflegeberuf gehört als die direkte Versorgung der Bewohner.
Denn gute Pflege lebt nicht nur von Fachwissen. Sie lebt von Teamarbeit, Kommunikation, Organisation und der Fähigkeit, auch in unerwarteten Situationen den Überblick zu behalten. Genau diese Erfahrungen standen im Mittelpunkt des Projekts.
Natürlich waren die Auszubildenden dabei nicht auf sich allein gestellt. Erfahrene Fachkräfte sowie unsere Praxisanleiter standen unterstützend zur Seite. Die Verantwortung für die Organisation und Aufgabenverteilung lag jedoch bewusst bei den Auszubildenden selbst.
Mit viel Engagement, Kreativität und Teamgeist meisterten sie diese besondere Herausforderung. Sie planten Abläufe, koordinierten Aufgaben und bewiesen, dass sie bereits heute wichtige Kompetenzen für ihren zukünftigen Berufsalltag mitbringen.
Für uns ist dieses Projekt mehr als eine spannende Übung. Es ist eine Gelegenheit, Vertrauen zu schenken, Selbstständigkeit zu fördern und die persönliche Entwicklung unserer Auszubildenden zu unterstützen. Wer Verantwortung übernehmen darf, wächst an seinen Aufgaben – und genau das konnten wir an diesen Tagen eindrucksvoll beobachten.
Ein großes Dankeschön an alle Auszubildenden, die mitgemacht haben. Wir sind stolz auf euren Einsatz und freuen uns darauf, euch auf eurem Weg in die Pflege weiterhin zu begleiten.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Von der Quereinsteigerin zur Pflegefachkraft mit Leitungsfunktion
Katy ist heute stellvertretende Wohnbereichsleitung im Fahrenkroen, kommt aber ursprünglich von der schönen Insel Rügen. Hier hat sie damals eine Ausbildung im Hotel gemacht – aber Katy wollte mehr und so führte ihr Weg sie 2009 nach Hamburg.
Katy ist verheiratet, hat zwei wundervolle Kinder und lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Über ihren Mann, der ebenfalls in der Pflege arbeitet und zwar bei pflege-in.hamburg, dem ambulanten Pflegedienst der Frank Wagner Pflegedomizile, kam sie zum benachbarten Pflegedomizil, dem Fahrenkroen. Hier hat sie hospitiert und die Pflege kennen und lieben gelernt. Was folgte, war eine Ausbildung zur Altenpflegerin – diese hat sie mit Bravour gemeistert. Seither geht sie nicht mehr nur privat Seite an Seite mit ihrem Mann Daniel, sondern auch beruflich sind die beiden nun gemeinsam stark.
Die Entscheidung, in die Pflege zu gehen, fiel ihr nicht schwer. Denn immerhin bietet die Arbeit in der Pflege auch eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive. Was ihr an ihrer Arbeit besonders gefällt? Sie hat jeden Tag mit Menschen zu tun, für die sie Gutes tun kann. Das Vertrauen der älteren Menschen und auch, dass sie ein Teil deren Zuhause ist, ist für sie ein großartiges Gefühl. Und natürlich ist sie den ganzen Tag in Bewegung und hat jeden Tag das Gefühl, richtig etwas geschafft zu haben.
Ihr Tipp an alle, die auch schon mal überlegt haben in die Pflege zu kommen: „Die Aussage, Das kann ich nicht – die stimmt nicht! Vorurteile ablegen und einfach mal ausprobieren. Wer mal reinschauen will, kann hospitieren und so die Pflege und die Prozesse kennenlernen. Man darf keine Angst haben. Die Arbeit in der Pflege gibt einem so viel zurück.“
Und wie sieht nun ein typischer Tag von Katy aus? Das hängt natürlich davon ab, ob sie Früh- oder Spätdienst hat. Alles beginnt mit der Übergabe: Was ist passiert? Wer braucht Katy heute besonders? Als Schichtleitung trägt sie viel Verantwortung und koordiniert die Mitarbeitenden ihrer Schicht. Hat sie sich einen Überblick verschafft, geht es zum Beispiel weiter mit Hausarzt-Visiten oder dem Stellen der Medikamente. Als Schichtleitung besteht ihr Dienst aus einem Mix von Pflege am Bewohner und der Dokumentation am PC. Beides macht ihr Spaß und ist für sie die perfekte Kombi im perfekten Job
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Vom Azubi zur Praxisanleitung
Ihr zehnjähriges Jubiläum hat Jessica Köster bereits in der Tasche – ihr Weg dahin war immer abwechslungsreich und spannend.
Wie alles begann? Mit einer Ausbildung zur Pflegefachfrau im Alsterdomizil. 2014 gings los und seitdem ist Jessica nicht mehr wegzudenken aus dem Pflegedomizil am Alsterlauf. Nach einigen Jahren als Pflegefachfrau hat sie 2020 die Weiterbildung zur Praxisanleitung begonnen und ist seither als Interne Praxisanleitung im Alsterdomizil tätig.
Warum sich Jessica für die Weiterbildung zur Praxisanleitung entschieden hat? Das sagt sie uns gerne selbst: „Ich mag den Beruf der Praxisanleitung, weil ich Fachwissen vermittle, den „Aha“ Moment erkenne und die Menschen dazu motiviere, die Pflege und den Beruf jeden Tag ein bisschen besser und einfacher zu gestalten. Außerdem ist er vielfältig und kreativ. Ich habe viele Freiheiten, mein eigenes Berufsfeld aufzubauen und weiterzuentwickeln. Für mich ist der Beruf super geeignet, weil er so abwechslungsreich ist. Die erste Halbzeit bin ich mit Anleitungen und dem Berufsbild Pfleger:in beschäftigt und habe viel mit Menschen und Optimierung zu tun. Die zweite Halbzeit sitze ich am PC, erstelle und plane die Facheinsätze, Dienstpläne, Präsentationen und kleine Fortbildungen, vermittle und wiederhole Fachwissen und halte Kontakt zu meinen Azubis.“
Abwechslungsreich ist nicht nur ihr Karriereweg, sondern auch ihr Alltag. Die Arbeit mit Menschen ist vielfältig und lässt sich nur schwer in einem Ablauf oder einer Routine zusammenfassen. Zeit für den morgendlichen Tee bleibt dennoch. Mails checken und den Tag planen – so beginnt der Tag für Jessica. Danach geht’s ab in die Anleitungen mit den Azubis. Anschließend folgen die Reflexion und ein gemeinsames Gespräch. Zwischen 11 und 12 Uhr steht eine Pause an und danach geht es am Schreibtisch weiter. Für Jessica der perfekte Mix.
Spaß bei der Arbeit? Auf jeden Fall: „Ich habe fast jeden Tag Spaß bei der Arbeit, egal ob mit Bewohner:innen oder mit den Azubis. Es bereitet mir Freude, mein Wissen an meine Mitmenschen weiterzugeben, die Erfolge und deren Wissenszuwachs zu beobachten. Ich freue mich außerdem, wenn unsere Azubis weiterhin selbstständig im Pflegealltag die richtigen Entscheidungen treffen wollen und können.“
Ihr Highlight ist der Klassiker, den sie mindestens einmal von jedem Azubi hört: „Ich kann das schon!“ Bei der Umsetzung hapert es dann aber doch öfters noch ein wenig, aber dafür ist Jessica ja da und unterstützt mit Herz und Seele.