Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Gerda – Ein Leben im Takt der Musik.
Schon als junges Mädchen erkannte ein Arzt aus Wellingsbüttel ihr Talent und riet ihren Eltern, sie auf eine Ballettschule zu schicken. Dort, so sagte er, würde sie nicht nur tanzen lernen, sondern auch Disziplin, Haltung und die Grundlagen für ihren weiteren Weg.
Schon bald wurde klar, dass sie etwas Besonderes mitbrachte. Die Ballettschule wollte sie behalten und förderte sie weiter. Später führte ihr Weg zu der Ballettpädagogin Anneliese Sauer, bei der sie ihre Ausbildung vertiefte. Dort lernte sie schließlich einen Ballettmeister kennen, der ihr großes Potenzial erkannte und sie weiter ausbildete. Gemeinsam standen sie auf der Bühne – eine Zeit, an die sie bis heute mit großer Freude zurückdenkt.
Dann kam der Krieg und veränderte alles. Vieles, was selbstverständlich schien, war plötzlich nicht mehr möglich. Nach den schweren Jahren fand sie noch einmal den Weg zurück auf die Bühne und tanzte an einem kleinen Theater. Doch auch dieses Kapitel ging irgendwann zu Ende.
Als später ihr Gleichgewichtssinn nachließ und das Tanzen nicht mehr möglich war, schlug sie einen neuen Weg ein. Sie arbeitete viele Jahre in einer Fußpflege in Sasel – eine Tätigkeit, die ihr ebenso viel Freude bereitete wie zuvor der Tanz. Mit Dankbarkeit blickt sie heute auf ein erfülltes Leben zurück, das von Leidenschaft, Mut und immer wieder neuen Anfängen geprägt war.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Wolfgang – Ein Leben voller Tatkraft, Mut und unerschütterlichem Willen
Jede Lebensgeschichte ist einzigartig. Diese erzählt von einem Menschen, der mit Fleiß, Bodenständigkeit und Ausdauer seinen eigenen Weg gefunden hat.
Wolfgang wurde in Göttingen geboren. Sein Vater fiel im Krieg, als Wolfgang erst drei Jahre alt war. Er wuchs als Halbwaise auf – in einer Zeit, in der Geld knapp war und man früh lernen musste, selbst mit anzupacken.
Schon als junger Mensch verdiente er sich sein Geld mit allem, was sich anbot: Metall, Eisen, Kohle oder die Arbeit auf den Zuckerrübenfeldern. Es wurde gehandelt, geschachert und gearbeitet. Für Wolfgang gehörte das einfach zum Leben. Er war jemand, der Chancen erkannte und das Beste aus ihnen machte.
Seine Ausbildung zum Zimmermann absolvierte er in Göttingen. Als ihn ein Bekannter nach Hamburg rief und sagte: „Komm nach Hamburg, hier kannst du Geld verdienen.“, ließ er sich auf das Abenteuer ein. Für ihn war Hamburg die große Welt – voller Möglichkeiten und neuer Erfahrungen.
Die ersten Jahre waren geprägt von harter Arbeit. Wolfgang sammelte Altmetall, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und schlug sich mit dem durch, was sich gerade anbot. Schritt für Schritt baute er sich ein neues Leben auf – mit Fleiß, Ausdauer und der Überzeugung, dass sich ehrliche Arbeit lohnt.
Bis heute begleitet ihn sein Strohhut. Er ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil seines Alltags geworden und erinnert an die vielen Stunden, die Wolfgang draußen gearbeitet und angepackt hat.
Wer Wolfgang begegnet, trifft auf einen Menschen, der nie viele Worte gemacht hat. Lieber ließ er seine Taten sprechen. Bodenständig, bescheiden und immer bereit, anzupacken – so hat er sein Leben gestaltet und seinen eigenen Weg gefunden.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Sommerfest im Alsterdomizil – ein Tag voller Genuss, Musik und guter Laune
Sonne, gute Musik und viele fröhliche Gesichter – bessere Voraussetzungen für ein Sommerfest gibt es kaum. Am 9. Juli wurde im Alsterdomizil und Tagesdomizil gemeinsam der Sommer gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein, bester Stimmung und zahlreichen Gästen verwandelte sich das Gelände in einen lebendigen Treffpunkt voller Begegnungen, Musik und schöner Momente.
Im Tagesdomizil stand das Sommerfest ganz im Zeichen der Seefahrt. Die liebevoll dekorierte Sonnenterrasse lud mit maritimem Flair zum Verweilen ein und bot den perfekten Rahmen für einen entspannten Nachmittag. Bei Kaffee, kühlen Getränken und vielen Gesprächen genossen die Gäste die sommerliche Atmosphäre.
Im Alsterdomizil wartete ein abwechslungsreiches Programm auf Bewohner:innen, Angehörige sowie Besucher. Für musikalische Unterhaltung sorgten Live-Musiker, die mit bekannten Melodien zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen einluden. Kulinarisch war ebenfalls für jeden Geschmack etwas dabei: Frisch belegte Fischbrötchen, leckeres Eis und weitere Köstlichkeiten machten das Sommerfest zu einem echten Genuss.
Großen Andrang gab es auch an der Tombola, bei der zahlreiche kleine Gewinne auf glückliche Gewinner:innen warteten. Für viele Lacher und bleibende Erinnerungen sorgte außerdem die Fotobox, in der gemeinsam lustige Schnappschüsse entstanden.
Vor allem aber war das Sommerfest eines: eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Sommer zu genießen. Die vielen fröhlichen Gesichter, das sonnige Wetter und die herzliche Atmosphäre machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitarbeitenden und Helfer:innen, die mit viel Engagement und Liebe zum Detail zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Sommerfest!
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Ein Tag. Eine Entscheidung. Ein neuer Lieblingsjob.
Eigentlich wollte Josefin nur ihre damalige Mitbewohnerin zur Arbeit begleiten. Einfach mal schauen, wie der Alltag in einem Pflegeheim aussieht. Doch aus einem spontanen Besuch im Haus Fröhlich wurde etwas, womit sie selbst nie gerechnet hätte. Denn noch am selben Tag fragte sie: „Kann ich hier anfangen?“
Josi ist gelernte Restaurantfachfrau. Während der Corona-Pandemie suchte sie nach einer neuen Perspektive – und fand sie dort, wo sie sie nie vermutet hätte. Heute macht sie ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistentin und ist überzeugt: Sie hat den Beruf gefunden, der wie für sie gemacht ist.
Was sie an ihrer Arbeit besonders liebt? Die kleinen Momente, die für andere oft ganz groß sind. Gemeinsam mit den Bewohner:innen sucht sie Lieblingsoutfits aus, legt Schmuck an, trägt Parfum auf oder zaubert eine neue Frisur. Denn für Josi beginnt Wohlbefinden nicht erst bei der Pflege – sondern schon mit dem Blick in den Spiegel. „Jeder soll sich schön fühlen. Wenn unsere Bewohnerinnen und Bewohner strahlen und sich selbst wiedererkennen, dann habe ich meinen Job gut gemacht.“
Auch zuhause wartet ein kleines Herzensprojekt auf sie: ihre dreijährige Tochter. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Herzlichkeit, Fürsorge und Lebensfreude, die Josi in ihren Beruf mitbringt.
Manchmal braucht es eben nur einen einzigen Tag, um zu merken, dass man angekommen ist.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Azubis übernehmen das Ruder
Was passiert eigentlich, wenn Auszubildende für einen Tag die Verantwortung auf einem Wohnbereich übernehmen? Genau das haben unsere Nachwuchskräfte Ende Mai im Wohnbereich 1, Haus 2, ausprobiert.
An zwei Tagen hieß es für unsere Auszubildenden: planen, organisieren, abstimmen und Entscheidungen treffen. Im Früh- und Spätdienst übernahmen sie die Gestaltung des Dienstablaufs und konnten ganz praktisch erleben, wie viel mehr zum Pflegeberuf gehört als die direkte Versorgung der Bewohner.
Denn gute Pflege lebt nicht nur von Fachwissen. Sie lebt von Teamarbeit, Kommunikation, Organisation und der Fähigkeit, auch in unerwarteten Situationen den Überblick zu behalten. Genau diese Erfahrungen standen im Mittelpunkt des Projekts.
Natürlich waren die Auszubildenden dabei nicht auf sich allein gestellt. Erfahrene Fachkräfte sowie unsere Praxisanleiter standen unterstützend zur Seite. Die Verantwortung für die Organisation und Aufgabenverteilung lag jedoch bewusst bei den Auszubildenden selbst.
Mit viel Engagement, Kreativität und Teamgeist meisterten sie diese besondere Herausforderung. Sie planten Abläufe, koordinierten Aufgaben und bewiesen, dass sie bereits heute wichtige Kompetenzen für ihren zukünftigen Berufsalltag mitbringen.
Für uns ist dieses Projekt mehr als eine spannende Übung. Es ist eine Gelegenheit, Vertrauen zu schenken, Selbstständigkeit zu fördern und die persönliche Entwicklung unserer Auszubildenden zu unterstützen. Wer Verantwortung übernehmen darf, wächst an seinen Aufgaben – und genau das konnten wir an diesen Tagen eindrucksvoll beobachten.
Ein großes Dankeschön an alle Auszubildenden, die mitgemacht haben. Wir sind stolz auf euren Einsatz und freuen uns darauf, euch auf eurem Weg in die Pflege weiterhin zu begleiten.
Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen
Von der Quereinsteigerin zur Pflegefachkraft mit Leitungsfunktion
Katy ist heute stellvertretende Wohnbereichsleitung im Fahrenkroen, kommt aber ursprünglich von der schönen Insel Rügen. Hier hat sie damals eine Ausbildung im Hotel gemacht – aber Katy wollte mehr und so führte ihr Weg sie 2009 nach Hamburg.
Katy ist verheiratet, hat zwei wundervolle Kinder und lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Über ihren Mann, der ebenfalls in der Pflege arbeitet und zwar bei pflege-in.hamburg, dem ambulanten Pflegedienst der Frank Wagner Pflegedomizile, kam sie zum benachbarten Pflegedomizil, dem Fahrenkroen. Hier hat sie hospitiert und die Pflege kennen und lieben gelernt. Was folgte, war eine Ausbildung zur Altenpflegerin – diese hat sie mit Bravour gemeistert. Seither geht sie nicht mehr nur privat Seite an Seite mit ihrem Mann Daniel, sondern auch beruflich sind die beiden nun gemeinsam stark.
Die Entscheidung, in die Pflege zu gehen, fiel ihr nicht schwer. Denn immerhin bietet die Arbeit in der Pflege auch eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive. Was ihr an ihrer Arbeit besonders gefällt? Sie hat jeden Tag mit Menschen zu tun, für die sie Gutes tun kann. Das Vertrauen der älteren Menschen und auch, dass sie ein Teil deren Zuhause ist, ist für sie ein großartiges Gefühl. Und natürlich ist sie den ganzen Tag in Bewegung und hat jeden Tag das Gefühl, richtig etwas geschafft zu haben.
Ihr Tipp an alle, die auch schon mal überlegt haben in die Pflege zu kommen: „Die Aussage, Das kann ich nicht – die stimmt nicht! Vorurteile ablegen und einfach mal ausprobieren. Wer mal reinschauen will, kann hospitieren und so die Pflege und die Prozesse kennenlernen. Man darf keine Angst haben. Die Arbeit in der Pflege gibt einem so viel zurück.“
Und wie sieht nun ein typischer Tag von Katy aus? Das hängt natürlich davon ab, ob sie Früh- oder Spätdienst hat. Alles beginnt mit der Übergabe: Was ist passiert? Wer braucht Katy heute besonders? Als Schichtleitung trägt sie viel Verantwortung und koordiniert die Mitarbeitenden ihrer Schicht. Hat sie sich einen Überblick verschafft, geht es zum Beispiel weiter mit Hausarzt-Visiten oder dem Stellen der Medikamente. Als Schichtleitung besteht ihr Dienst aus einem Mix von Pflege am Bewohner und der Dokumentation am PC. Beides macht ihr Spaß und ist für sie die perfekte Kombi im perfekten Job