Aktuelles aus den Frank Wagner Pflegedomizilen

Digitalisierung, die Pflege entlastet: Das Stadtdomizil geht voran

Pflege ist und bleibt eine Aufgabe von Menschen für Menschen. Gleichzeitig gehört zum Arbeitsalltag unserer Pflegekräfte auch ein erheblicher organisatorischer Aufwand: Informationen müssen eingeholt, Arztpraxen kontaktiert, Unterlagen übermittelt, Medikamente bestellt und Dokumente ausgetauscht werden. Genau an diesen Stellen kann Digitalisierung einen echten Unterschied machen.

Unsere Einrichtung, das Stadtdomizil, hat sich frühzeitig mit der Telematikinfrastruktur – kurz TI – auseinandergesetzt und digitale Anwendungen gezielt in bestehende Abläufe integriert. Ein wichtiger Baustein ist dabei KIM, die Kommunikation im Medizinwesen. Darüber können Pflegeeinrichtungen sicher und digital mit Arztpraxen und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens kommunizieren. So lassen sich Abstimmungen vereinfachen und Informationen schneller dorthin bringen, wo sie gebraucht werden.

Auch die elektronische Patientenakte, kurz ePA, spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht berechtigten Mitarbeitenden den Zugriff auf relevante medizinische Informationen, etwa auf Arztbriefe, Befunde oder Angaben zur Medikation. Gerade im Pflegealltag kann ein schneller und verlässlicher Informationsfluss dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen und unnötige Rückfragen zu vermeiden.

Digitalisierung muss in der Praxis funktionieren

Entscheidend ist für uns nicht, möglichst viele digitale Anwendungen einzuführen. Sie müssen im Arbeitsalltag einen spürbaren Nutzen schaffen. Die Einführung neuer digitaler Prozesse bedeutet zunächst auch Veränderung. Gewohnte Routinen müssen angepasst, technische Voraussetzungen geschaffen und Mitarbeitende mitgenommen werden. Das Stadtdomizil hat diesen Weg früh begonnen und inzwischen wertvolle praktische Erfahrungen gesammelt. Heute sind KIM und ePA dort keine abstrakten Zukunftsprojekte mehr, sondern Werkzeuge, die zunehmend selbstverständlich in den Arbeitsalltag integriert werden.

Das Stadtdomizil übernimmt damit auch innerhalb der Frank Wagner Holding eine wichtige Rolle. Die Erfahrungen aus der Praxis helfen uns dabei, digitale Prozesse weiterzuentwickeln und Erkenntnisse für andere Einrichtungen nutzbar zu machen.

Wie Digitalisierung tatsächlich wirkt, zeigt sich am besten dort, wo sie täglich eingesetzt wird. Deshalb freuen wir uns besonders, dass die gematik den Einsatz von KIM und ePA im Stadtdomizil begleitet und unsere Kollegin Andrea ihre Erfahrungen aus dem Pflegealltag in einem gemeinsamen Video geteilt hat. Ihr Beispiel zeigt: Neue digitale Prozesse brauchen zunächst etwas Zeit und Offenheit. Wenn sie sich im Alltag bewähren, können sie jedoch dazu beitragen, Abläufe einfacher und effizienter zu gestalten.

Mehr Zeit für das, worauf es ankommt

Die Digitalisierung wird die Herausforderungen in der Pflege nicht allein lösen. Sie kann aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Mitarbeitende von vermeidbaren administrativen Aufgaben zu entlasten. Sichere digitale Kommunikation, ein schnellerer Zugriff auf relevante Informationen und besser vernetzte Prozesse können dazu beitragen, dass weniger Zeit für organisatorische Umwege verloren geht.

Das Stadtdomizil zeigt bereits heute, wie Digitalisierung in der Pflege sinnvoll eingesetzt werden kann. Denn am Ende geht es nicht darum, mehr Technik einzusetzen, sondern darum, gute Pflege bestmöglich zu unterstützen.